Mein präpianistischer Werdegang begann im Alter von 3 Jahren am elterlichen Harmonium im Heimatort Bardenbach, also dort, wo – so viel Fantasie sei erlaubt: - vielleicht schon in früheren Jahrhunderten Sänger und Spielleute als sog. Barden ihre Passion mehr oder weniger erfolgreich ausübten . . .

Jedenfalls war es für mich damals sehr mühsam, mit den kleinen Füßen den Blasebalg des Instrumentes zu bedienen und oberhalb von Kopfeshöhe die Tastatur zu erreichen, geschweige denn zu sehen; dies mag sich schon damals nachhaltig auf den Verzicht von visuellen Spielhilfen ausgewirkt haben.

Onkel Hans Schmitz, hauptberuflich Pianist und Organist aus Nunkirchen und mein erstes großes Vorbild, begann - als ich sieben war - mit dem Aufbau eines musikalischen Fundamentes, was - so sagen einige Spötter - durch Talent, ein ausgezeichnetes musikalischen Gehör und einen schönen Knabensopran begünstigt war. Er formte durch die anschließende kirchenmusikalische Ausbildung an der Orgel maßgeblich das Verständnis harmonischer Zusammenhänge und somit das freie Spiel, wodurch ich in besonderem Maß befähigt wurde, spontan und authentisch zu begleiten.

Meine Eltern – beide aus musikbegeisterten und talentierten Familien stammend - sparten sich von dem Wenigen das erste (sehr !) gebrauchte Klavier ab. Über diverse Musiklehrer nahm die Ausbildung in Richtung Klassik ihren Lauf und erreichte repräsentative Qualität unter Peter Bonner aus Merzig. Er bereitete auch den Weg zu anderen Musikstilen und Genres und förderte maßgeblich die Ambitionen des Teenagers nach freiem Spiel, indem er die revolutionäre musikalische Entwicklung in den 1960ern – v.a. die Musik der Beatles – einbezog.

Die erste Band „Magic Union“ (1968) war der Start in die musikalische Bestimmung als Rocker, später dann die „Mucke“-Bands: „Los Angeles“, „Saturn 4“, "Black Men" (?!) „Cheery Band“, „Skyline“  („Ich war jung und brauchte das Geld").

Ein großer Irrtum verhinderte damals noch den beruflichen Weg in die Musik: auch nach erlangter „Reifeprüfung“ glaubte ich als Jungspund noch, dass der Beruf ein notwendiges Übel sei und die Musik eine brotlose Kunst sein müsse und verweigerte mich der Symbiose von beidem.